Review: I'm a cyborg, but that's ok

25.01.2011
Zu meinem Geburstag im März letztes Jahres hatte ich die DVD I'm a cyborg, but that's ok von einer guten Freundin geschenkt bekommen. Weil der Film wirklich sehenswert ist, schreibe ich nun ein Review drüber.
Ok.. ich gebe es zu, ich bin sehr spät damit dran, aber gut Ding braucht Weile. xP


Der Film wurde im Jahr 2006 in Südkorea gedreht unter der Regie von Chen-Wook Park und mit den beiden Hauptdarstellern Im Su-Jeong und Jung Ji-hoon, besser bekannt als Rain in der asiatischen Musikwelt. Mit diesem Film debütierte er erstmals als Schauspieler, während seine Kollegin schon länger in der Filmbranche bekannt ist, unter anderem in A tale of two sisters. Der Film kam als Wettbewerbsbreitrag zur deutschen Berlinale 2007 und gewann dabei den Alfred-Bauer-Preis.




- Rain und Im Su-Jeong -



Handlung
Während andere junge Mädchen sich fragen, was aus einem später wird, fragt sich Young-goon, ob sie überhaupt ein Mensch ist. Sie glaubt nämlich, dass sie ein Cyborg ist, nachdem ihre Oma in die geschlossene Klinik eingewiesen wurde. Jahre später legt sie sich einen Zugang an das Stromnetz an und landet ebenfalls in der Psychatrie wegen dem doch so offentsichtlichen Suizidversuch.


Dort begegnet sie allerhand "interessante" Mit-Patienten, darunter auch Il-sun. Er läuft mit selbstgemachten Masken rum und behauptet alles stehlen zu können, am liebsten Eigenschaften der anderen Patienten.
Während Young-goon verzweifelt versucht zu erfahren, was der Sinn ihres Cyborglebens ist, und ihre Oma wieder zu finden, scheint Il-sun Interesse an sie zu haben. Das ist schwer zu glauben, da er mit Antisozialität und fehlendem Mitgefühl diagnostiziert wurde.
Dabei braucht Young-goon dringend Hilfe, sie nimmt keine Nahrung zu sich auf. Als Cyborg läuft man schliesslich mit Strom, was ihr aber dummerweise langsam ausgeht.
Was ist die Lösung aller Probleme? - die Liebe, die kann nämlich alles.

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Neben der Hauptgeschichte lernt man allerhand über die anderen Patienten und deren Kuriositäten: Einer der rückwärts läuft und sich bei allem und jedem entschuldigt, eine Frau, die immer Lügengeschichten erzählt, ein Mann, der glaubt an einem Gummiband befestigt zu sein und viele andere. Auch die anderen Charaktere, die nicht "verrückt" sind, sind liebenswert dargestellt: zB. Young-goons Ärztin und Young-goons Mutter.


Die Geschichte verfällt sehr oft ins Surreale und es werden Rückblenden eingespielt, die einem zuerst verwirren, aber nach ein paar Szenen Sinn ergeben. Am besten sind die Szenen, wo Young-goon als "Cyborg" agiert mit all ihren tollen Roboter Features. Erstaunlich wie alles zusammen passen kann, wenn man verrückt ist.

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Fazit:
Der Film spielt mit Filmelementen rum wie ein Kleinkind mit Genie-Genen und der Schwung in die Fantasywelt Young-goons geht schneller als ein Augenaufschlag; herrlich schräg und liebenswert. Zurecht kann man es als südkoreanischen Pendant zu Die zauberhafte Welt der Amelie ansehen, nur eben in der Klappsmühle.

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