Meine Bonnet Odyssee

15.09.2015
Erinnert ihr euch noch an mein Herold OP?
Nein? Nicht schlimm, ich auch nicht wirklich. Ich habe es lange, lange nicht mehr im Kopf gehabt. Einmal für eine kleine Teestunde getragen und danach verstaubte es im Schrank (mal davon abgesehen, dass das OP ein Winterkleid ist). Ich habe zwar Schuhe (, wobei ich am überlegen bin, ob andere besser zum Kleid passen) und auch Strümpfe dazu gefunden bzw geschenkt bekommen, aber nicht wirklich aktiv am Outfit gewerkelt.


Ich verblieb aber mit dem OP, dass ich dazu ein Bonnet nähen möchte, und zwar mit festem, glattem Schirm wie aus der Otome Vol.4. Diese Art von Bonnet besitze ich sogar schon, ein Schwarzes aus Stroh, was mir sehr gefällt.  Daher wollte ich wieder eins mit diesem festen Schirm machen. 
Den Zuschnitt begann ich schon vor einiger Zeit und dann dümpelte es vor sich hin. Denn mir gefiel das gedachte Design vorn und hinten nicht!

- Schirm und Band -


Mir war mit der Spitze zu ... "prollig" und aufgesetzt und irgendwie war der glatte Schirm auch nicht gut. Es war für mein OP zu klassisch bzw zu spitzenlastig. 
Nach ein paar Tagen Überdenkzeit verwarf ich dieses Stück und fing neu an!
Ich wählte als neues Modell den rüschigen Bonnettyp, sprich anstatt festem, glatten Schirm, nun einen eingerüschten. Dabei habe ich mich an ein Modell von Otome Vol.2 orientiert. Hier habe ich nur eine schmalere Schirmbreite ausgewählt, sooo eine große Schüssel wollte ich auch nicht tragen.

Zum Glück konnte ich den Band vom Vorgänger weiter verwenden, auch habe ich noch genug Stoff über. Lediglich die Kurzwaren musste ich auf jeden Fall wiederverwerten.

Da meine Spitze nicht so breit ist wie beim Modell, wollte ich noch eine Bahn beige Rüsche zwischen Spitze und Schirm einsetzen. Aber nach dem ersten Feststecken fand ich diese Optik dann wiederum zu süß und habe die Rüsche wieder abgenommen.

- Die Ex-Rüsche -

Also blieb es doch nur bei der Spitze und dann ging es schnell. Nur hier und da bissle Handarbeit und fertig ist das Half-Bonnet!



Ich muss noch passende Accessoire für die Innenseite finden - ein Bonnet ohne hübsches Innendekor, ist kein guter Bonnet!
Hier habe ich mal beispielsweise ein paar aus meinem Fundus dazu gesteckt. Die Alicebrosche ist übrigends von Vanillas Traumfabrik, was ich bei der Ani dieses Jahres erstanden hatte. (Und ja, der Bericht davon kommt auch irgendwann nach ....)


Mir gefällt, dass es relativ schlicht ist. Bonnets sind ja schon so recht auffällig und ich bin nach wie vor nicht der große Bonnet-Fan. Das ist quasi das Maximum, was ich an mir selbst sehen möchte. (Auch wenn die Triple Fortune Bonnets Bombe sind!)

Übrigens schwebt nach wie vor die Idee vor meinen Augen, dass ich mit dem Herold Outfit eine White Rabbit-Abwandlung machen möchte. Dazu könnte auch der Bonnet passen, aber das kann ich erst abschätzen, wenn ich die passenden Hasenohren habe und probieren kann.
Also in diesem Sinne: To be continued...

3 Kommentare:

Amy hat gesagt…

Ich bin bei Bonnets immer sehr skeptisch, aber dein schlichtes finde ich klasse! Auch das aus Stroh, dass du schon hattest, finde ich wunderschön :)

daT_K-chan hat gesagt…

Ich möchte in der nächsten Zeit auch gern ein Bonnet machen (Baumwollstoff, steifer Schirm mit chiffonrüschen innen), weiß nur nicht wie ich den Schirm dann zum stehen überreden kann. Hättest du einen Tipp? Deines steht ja offensichtlich wie eine 1 ;) LG Jenni

Quini hat gesagt…

@dat-kchan
Ganz wichtig ist ein relativ steifer Stoff als Ausgang (plus Vlieseline) zu haben, oder eine Grundlage. Als Grundlage nehmen viele gerne Strohhüte, die einigemaßen der gewünschen Schirmform passt oder dementsprechend ausschneiden. schabrackenvlies soll wohl auch gut geeignet sein. Ansonsten habe ich bei manchen Bonnets noch Draht am Rand eingenäht gesehen. In diesem Fall zB war der Stoff steif genug gewesen und die vielen Schichten am Schirmrand (Stoff, Spitze, Absteppnähte) gaben genug Festigkeit hinzu.

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